Die deutsche soldatengräberanlage aus dem Ersten Weltkrieg in Grodno Region (Bezirk Smorgon, Belarus)

Soldatengräberanlage aus dem Ersten Weltkrieg in Bezirk Smorgon (Grodno Region, Belarus): Belaja, Kolpeja, Asany, Vojnevitschi, Vojstom, Gauti, Danjuschevo, Ivaschkovzy (Soly), Kuty, Kuschljany, Markovzy, Markovzy, Oleschischki, Poltorovshiiia, Raslo.
smorgon

Bezirk Smorgon, Belaja.
Das Denkmal für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs befindet sich im Ortszentrum, an der Chaussee Molodetschno Smorgon, ca. 5 km von Smorgon entfernt.
Das Denkmal wurde 2001 errichtet. Es ist bekannt, dass es hier im Ort einige Soldatenfriedhöfe gab, jedoch ist nur einer erhalten geblieben. Auf dem Denkmal befindet sich ein Zeichen mit Inschrift in belarussischer Sprache: «Den Opfern des Ersten und Zweiten Weltkriegs von ihren Nahfahren».

Bezirk Smorgon, Kolpeja.
Die deutsch-russische Gräberanlage befindet sich im Wald, die Landstraße entlang, ca. 2 km vom Ort entfernt.
Die Gräberanlage wurde von Grabschändern verwüstet. Vor einigen Jahren hat eine Gruppe von Heimatkundlern aus Smorgon und Ortsbewohnern die im Wald durcheinander geworfenen Kreuze gesammelt und sie am Fuße eines Baums zusammengelegt. Im Ergebnis ist daraus ein gemeinsames Denkmal aus Kreuzen geworden, die früher auf den Einzelgräbern standen. Die Inschriften auf den Kreuzen zeugen davon, dass es hier sowohl Deutsche als auch Russen ruhen.

Bezirk Smorgon, Asany.
Die deutsche Gräberanlage befindet sich am Standplatz des deutschen Regiments, am Südrand des Ortes, neben einem großen Speicher.
Größe: 20×30 Meter. Die Gräberanlage ist nicht instand gehalten, es gibt keine Grabhügel oder Grabsteine. In der Mitte der Gräberanlage befindet sich ein steinernes Denkmal in Form eines Stahlhelms aus dem 1. Weltkrieg, umrankt von Eichenblättern. Auf der Vorderseite des Denkmals befindet sich eine runde Steintafel mit der Inschrift «L.I.R. Seinen tapferen Kameraden». Neben dem Denkmal liegt eine große Gedenktafel aus Stein, welche früher auf der Rückseite des Denkmals angebracht war. Darin ist ein Text in einer fremden Sprache eingemeißelt, leider ist er nicht mehr erhalten. Er enthält jedoch Informationen über den Weg, den das deutsche Regiment während des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 zurückgelegt hat. Aus dem Text ist ersichtlich, dass das Regiment seinen Weg in Ostpreussen (in Tilsit, dem heutigen Sovetsk, im Gebiet Kaliningrad) begann und im Laufe eines Jahres über Polen und Litauen, hierher nach Krevo kam. Im März 1916 wurde das Regiment nach Postavy versetzt, weil die russischen Truppen ihre berühmte Angriffsoperation «Narotsch» durchführten, und die Deutschen dringend Unterstützung brauchten. Als der russische Angriff scheiterte, kehrte das Regiment wieder an den früheren Dislokationspunkt zurück und blieb dort bis zum Ende des Krieges.

Bezirk Smorgon, Vojnevitschi.
Die deutsche Gräberanlage befindet sich nahe dem Ort.
Die Gräberanlage ist mit einer Steinfestung umgeben. Hier befinden sich Eingangstore in Form von zwei 1 Meter hohen Steintürmchen. In der Mitte der Gräberanlage auf einem Grundstein befindet sich ein 2,5 Meter hohes Denkmal aus Stein mit einem traditionellen Adler an der Spitze, instand gehalten vom Volksbund Kriegsgräberfürsorge.

Bezirk Smorgon, Vojstom.
Die deutsche Gräberanlage befindet sich im westlichen Teil des örtlichen christlichen Friedhofs, nahe der fernen Friedhofswand.
Die Gräber sind zu erkennen, hier befinden sich Grabsteine aus Beton in Form von Kreuzen mit Inschriften.

Bezirk Smorgon, Gauti.
Die deutsche Gräberanlage befindet sich in der Mitte des örtlichen Friedhofs auf einem Berg.
Auf der Gräberanlage befindet sich ein konusförmiges Denkmal. Auf einer Seite des Grundsteinsist das Datum 1914 eingemeißelt.

Bezirk Smorgon, Danjuschevo.
Die deutsche Gräberanlage befindet sich im Ortszentrum, hinter der katholischen Dreifaltigkeitskirche, in der während des Ersten Weltkrieges zwei Jahre lang ein deutsches Lazarett untergebracht war.
Die Verstorbenen wurden auf dem Gelände der Kirche begraben. Auf der Gräberanlage befinden sich zwei einzelne Denkmäler aus Stein für deutsche Offiziere, jedes 1 Meter hoch, mit gut lesbaren Inschriften in deutscher Sprache. Vor der Kirche befindet sich ein massives Denkmal aus Stein aus dem Jahr 1915, mit einer Statue der Heiligen Jungfrau Maria. Auf dem Denkmal ist eine Gedenktafel mit der Inschrift: «Zur Erinnerung an den glorreichen Vormarsch» angebracht, am oberen Rand befindet sich ein Kreuz.

Bezirk Smorgon, Ivaschkovzy (Soly).
Die deutsche Gräberanlage befindet sich auf dem örtlichen Friedhof hinter der Kapelle.
Größe: 10×10 Meter. Die Anlage ist nicht eingezäunt. Auf der Gräberanlage befindet sich ein Denkmal aus rotem Ziegelstein mit einem Betonkreuz an der Spitze. Nach den Worten der Ortsbewohner wurde das Denkmal zu Ehren eines deutschen Oberst errichtet. Früher standen auf den Gräbern Kreuze aus Eichenholz, die heute bis auf eines nicht mehr erhalten sind. Dieses ein befindet sich am Fuße des Denkmals. Darauf ist folgende Inschrift zu entziffern: «Ernst Era… 5/RJ.R.40». Anhand der alten Fotos kann man feststellen, dass solche Kreuze in den Jahren des Ersten Weltkrieges auf den deutschen Gräbern errichtet wurden. Es stand wahrscheinlich auf einem der Gräber auf dieser Gräberanlage, und als es umfiel, wurde es von einem Ortsbewohner zum Denkmal gestellt.

Bezirk Smorgon, Kuty.
Die deutsche Gräberanlage befindet sich am Ortsrand, auf einem Hügel, in einem Obstgarten.
Größe 20×30 Meter. Fläche: 0,06 ha. Rundherum sind Überreste von einem Erdwall erhalten. Die Grabsteine fehlen. In der Mitte der Gräberanlage befinden sich zwei große Granitsteine, miteinander verbunden. Auf dem, der höher ist ist ein deutsches Kriegskreuz und die Inschrift: «Ruhestätte Tapferer Deutscher Gefallener 1915-1916» eingemeißelt. Auf dem zweiten Stein aus rotem Granit steht die Inschrift mit einer Zitat vom Apostel Johannes: «Ich lebe und ihr sollt auch leben Jan…».

Bezirk Smorgon, Kuschljany.
Die deutsche Gräberanlage befindet sich am Ortsrand, 100 Meter vom Museum für F.Boguschevjtsch.
In den Jahren des Ersten Weltkrieges befand sich hier ein Hospital. Größe 20×30 Meter. Alle Grabsteine aus Beton in Form von vertikalen Kreuzen, die hier bis 1970 standen, wurden entfernt. Auf der Gräberanlage wurde ein Obstgarten angelegt. Von der ehemaligen Gräberanlage sind Reste von Torsäulen mit Inschriften auf der Innenseite erhalten. Auf der rechten Säule ist eingemeißelt: «DEN FÜR DEUTSCHLAND GROSSEN GEFALLENEN HELDEN GEWIDMET», auf der linken: «DEN FÜR MIT GOTT FÜR KAISER UND REICH FÜR KÖNIG UND VATERLAND 1915».

Bezirk Smorgon, Markovzy.
Die deutsche Gräberanlage № 1 befindet sich am südlichen Ortsrand, am Rande eines Kiefernwaldes.
Größe: 30×40 Meter. Die Gräberanlage ist von einem dicht mit Gras bewachsenen Erdwall umgeben. In der Mitte befinden sich ein hohes Metallkreuz und eine gusseiserne Gedenktafel. Die Grabsteine aus Beton in Form von flachen Kreuzen sind erhalten, die Inschriften sind gut lesbar. Auf der Gräberanlage wachsen einzelne Tannen.

Bezirk Smorgon, Markovzy.
Die deutsche Grä- beranlage № 2 befindet sich ca. 2 km westlich vom Ort, in einem Kiefernwald.
Am Ende des Waldwegs. Größe: 28×38 Meter. Die Gräberantage ist umgeben von Beton- türmchen und einer Metallkette. In der Mitte befinden sich ein hohes Metallkreuz und eine gusseiserne Gedenktafel. Die Grabsteine aus Beton in Form von flachen vertikalen und horizontalen Kreuzen sind erhalten, die Inschriften sind gut lesbar. Auf der Gräberanlage befinden sich auch Massengräber. Außerdem wachsen auf der Gräberanlage einzelne Kiefern.

Bezirk Smorgon, Oleschischki.
Die deutsche Gräberanlage befindet sich am östlichen Ortsrand.
Größe: 30×60 Meter. Fläche: 0,19 ha. Rundherum sind einige Fragmente der alten Umzäunung, der Eingangsbogen aus Stein und das stark zerstörte Fundament des großen Denkmals erhalten. Die ehemaligen Gräber sind nicht zu sehen. Am Eingangsbogen wachsen alte Laubbäume. Nach den Worten der Ortsbewohner beifand sich früher auf dem Eingangsbogen ein Kreuz. Im Inneren der Gräberanlage befand sich eiserne Tor mit Kreuzen. Die ganze Gräberanlage war mit einer Steinmauer umgeben.

Bezirk Smorgon, Poltorovshiiia.
Die deutsche Gräberanlage befindet sich neben der Straße auf dem Friedhof.
Größe: 40×50 Meter. Erhalten sind ein Teil des Zaunes, Überreste des Tores in Form von Steintürmen und Grabsteine in Form von flachen Betonkreuzen. In der Mitte befindet sich ein steinerner Obelisk mit einem Adler mit ausgebreiteten Flügeln an der Spitze. Steinerne Stufen führen zum Obelisk. Außerdem befindet sich auf dem Friedhof ein kleines zerstörtes Denkmal. Es steht auf dem Grab einiger deutscher Soldaten und trägt die Inschrift: «Sie starben für ihr Vaterland». In den 30er Jahren wurden die sterblichen Überreste von deutschen Soldaten von einigen anderen Gräbern, vor allem aus dem Ort Asany, hierher gebracht. Die Gräberanlage ist mit Bäumen, Gebüsch und Gras bewachsen.ш

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Bezirk Smorgon, Raslo.
Das russische Massengrab befindet sich auf dem örtlichen Friedhof.
Auf der Gräberanlage ist ein großes Steindenkmal in Form einer Gedenktafel erhalten. Wahrscheinlich befand sich früher in der Mitte dieser Gedenktafel eine Inschrift und an der Spitze ein Kreuz. Neben den heutigen Gräbern ist ein Betonkreuz auf dem Grab eines deutschen Soldaten erhalten, der im Mai 1916 fiel. Einige Kreuze, die von den deutschen Gräbern heruntergefallen sind, wurden zusammengesammelt und neben dem Denkmal aufgestellt.

Letzte Ruhestätte für die Soldaten. Minsk, 2014

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